Therapien  E-Mail
Geschrieben von: Johannes Naumann   
Artikelverzeichnis
Therapien
Integrative Medizin
Mikronährstoffe
Misteltherapie
Bakterienpräparate (Probiotika)
Homöopathie
Körperliche Aktivität
Patientenkompetenz:
Sanierung von Zähnen und Kiefer
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KArrikatur TomAbschirmen von elektromagnetischen  Feldern

Physikalische Therapien (Sauna, Sonnenlicht)

Ordnungstherapie

Entspannungsverfahren

Umweltmedizin

Traditionell chinesische Medizin mit Akupunktur, Schröpfen, chinesischen Kräutern

Homöopathie

Ausleitung von Giften insbesondere Schwermetallen

Hyperthermie

Chirotherapie

Modifizierte Cellsymbiosistherapie


Integrative Medizin

ist die Verbindung von

„Schulmedizin“ und „Komplementärmedizin“
wissenschaftlich erwiesenen Methoden und (noch) nicht bewiesenen Methoden
moderner Technik und    natürlichen Verfahren
verschiedenen komplementären Verfahren
verschiedenen Ansätzen:     Tumor bekämpfen, Tumor heilen
allen Lebensbereichen
Kompetenz des Patienten und     des Arztes

allen Beteiligten, Familie, Umfeld, Therapeuten


Mikronährstoffe:
Es stellt sich die Frage, ob in der besonderen Situation einer schweren Erkrankung wie Krebs oder ALS und der damit evtl. verbundenen belastenden Therapien eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Vitalstoffen möglich ist. Bewiesen ist, dass Menschen die einen optimalen Gehalt an Vitaminen, Mineralen und weiteren wichtigen Stoffen im Blut haben, gesünder sind, z.B. seltener Krebs bekommen und wenn, dann acuh die Erkrankung und die Therapien besser überstehen. Gar nicht sicher ist hingegen, ob die Zufuhr einzelner Vitamine und Minerale oder eine Kombination daraus hilft oder nicht sogar schädlich ist , wie die Einnahme von ß-Carotinoiden oder auch Vitamin E (jeweils einzeln genommen) bei Rauchern zeigte, die danach erhöhte Raten an Lungenkrebs hatten, oder Selen das bei langjähriger unkontrollierter hoher Einnahme das Diabetes-Risiko erhöhte.

Wie ist das zu erklären?
Vitamine haben oft die Aufgabe reaktive Abbauprodukte aus Stoffwechselprozessen abzufangen (antioxidative Wirkung oder Radikalenfänger genannt). Wenn sie diese aber eingefangen haben, sind sie selbst reaktiv und müssen dieses „Radikal“ wieder abgeben können, was im Wechselspiel mit anderen Vitaminen, Proteinen und insbesondere auch Pflanzenhilfsstoffen wie Flavonoiden, z.B. Curcumin geschieht. 

Auch liegen Vitamine in der Natur oft nicht nur in einer sondern mehreren Formen vor , und es ist nicht sicher, ob es nicht wie bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht auch auf das Gleichgewicht der verschiedenen Formen untereinander ankommt. Es ist bisher nichts Schädliches von Multivitaminpräparaten bekannt.
Wir sind der Ansicht, dass für eine optimale Wirkung eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralen in Kombination mit anderen Hilfsstoffen auf der Basis einer guten Ernährung das Optimum in der Therapie darstellt. Wir versuchen die jeweilige Mischung für sie noch besser zu gestalten, indem wir die Erkrankung, Begleiterkrankungen und den Gehalt an einigen Vitaminen, Mineralen, Proteinen und anderem in ihrem Blut in die Zusammenstellung mit einbeziehen.
Forschung zu komplexen Mischungen ist noch schwieriger als zu Einzelstoffen und so wird es sicher noch viele Jahre dauern, bis sich wissenschaftlich klären lässt, ob unsere Theorie stimmt, wenn der Versuch überhaupt unternommen wird.


Misteltherapie

Die Misteltherapie ist von dem Gründer der Anthroposophie, Rudolph Steiner als Mittel gegen Krebs eingeführt worden. Er hatte eine Betrachtung über die Pflanze, die als Schmarotzer auf Bäumen lebt, immergrün ist und im Winter blüht angestellt und dabei Parallelen zur Krebserkrankung gesehen.
Die Mistel ist zytotoxisch, d.h. giftig für Zellen und wurde in der Anfangsphase meist direkt in Tumore gespritzt. Heute nutzen wir mehr die immunstimulierenden Effekte und Spritzen die Mistelpräparate unter die Haut.
Im wesentlichen gibt es 2 Weisen Mistel  anzuwenden.
1.    die  anthroposophische  Art, bei der aus der Pflanzenbetrachtung heraus eine Mistel eines bestimmten Wirtsbaumes, z.B. der Eiche oder des Apfelbaumes  ausgewählt und in aufsteigender Dosierung,  so genannten Serien gegeben wird und die Intensität nach der Hautrötung,  Auftreten von Fieber oder dem Blutbild (Eosinophilie)  individuell  bestimmt wird. Dafür ist die Betreuung eines mit dieser Therapie erfahrenen Arztes notwendig,  da sonst z.B. bei Auftreten von Fieber fälschlicherweise oder verspätet  Antibiotika  gegeben werden.
2.    die  pharmakologische  Art. Hierbei  werden Mistelpräparate auf den (vermuteten) Hauptwirkstoff, das Mistellektin normiert und in einer festen Dosis  über einen festen Zeitraum gegeben. Das empfehle ich immer dann, wenn die Betreuung durch einen eher unerfahrenen Arzt erfolgt, da hierunter in aller Regel weder Fieber noch Hautreaktionen auftreten.
Wissenschaftlich als sehr hochwertig angesehene Studien, so genannte Doppelblind-Studien haben keine Wirkung der Mistel ergeben. Von diesen Studien gibt es nur sehr wenige, weil andere Studien, gezeigt haben, dass in aller Regel Patienten, die eine Misteltherapie wünschen, nicht an solchen Studien teilnehmen, bei denen sie über einen wesentlichen Zeitraum mit 50%-iger Wahrscheinlichkeit Placebo bekommen.
In Studien bei denen der Verlauf unter Misteltherapie beobachtet und mit dem Verlauf von anderen Patienten, die sich an anderer Stelle ohne Mistel behandeln ließen,  zeigen eine Verbesserung der Lebensqualität und teilweise auch eine Verlängerung des Lebens. Eindeutige Heilungen nur mit Misteltherapie sind nicht bekannt und die Stärken der Misteltherapie liegen –so weit bekannt- darin Effekte der „schulmedizinischen“ Therapie positiv zu verstärken und Nebenwirkungen zu mindern und die Lebensqualität zu steigern.
Ich empfehle deshalb durchaus häufig eine Misteltherapie.
Wenn Menschen sich vor Spritzen fürchten oder nicht gerne durch mehrfache Spritzen wöchentlich an ihre Erkrankung erinnert werden rate ich eher ab. Ich rate auch bei Leukämien, Lymphomen und Nierenzellkrebs eher ab, da dabei vereinzelt Verschlechterungen unter diesen Therapien beobachtet wurden, wenn auch der Zusammenhang zur Misteltherapie  meist unklar blieb.



Bakterienpräparate (Probiotika)

Der Darm stellt das größte Immunsystem im Körper dar und der Mensch besitzt mehr Bakterien im Darm, als er Körperzellen hat. Das unterstreicht die Bedeutung eines guten Immunsystems im Darm.
Wir erreichen diese am besten durch die Art unserer Ernährung (s.o.).
Bei Bedarf ergänzen wir dies durch Stuhlanalysen nach einer Ernährungsumstellung, wenn Hinweise bestehen, dass das System nicht in Ordnung ist, es z.B. Verdauungsprobleme bei / nach der Umstellung gibt.
Es gibt Hinweise, dass Darmbakterien neben der Verdauung auch Allergien, Hauterkrankungen, sogar Krebs (Darmkrebs, Brustkrebs) positiv beeinflussen können.
Die Präparate werden auch begleitend zu oder nach einer Antibiotikatherapie angewendet.

 


Homöopathie

Wichtiges zur homöopathischen Therapie        

Darreichungsform:
Homöopathische Medikamente gibt es in verschiedenen Formen, Tropfen oder Milchzuckerkügelchen, sogenannte Globuli. Dies macht in der Regel keinen Unterschied, wohl aber die Potenz.

Verabreichung von Q-Potenzen:
Sie erhalten Globuli aus einem Fläschchen oder in einem Briefchen zugeschickt .
150 ml Arzneiflasche aus der Apotheke, 1 kleiner Plastiklöffel (Sowohl Flasche als auch Löffel werden verworfen nach Aufbrauchen des Arzneimittels.
Zubereitung:
Die Flasche bis zur Verjüngung mit Leitungswasser füllen (nicht ganz voll).
Ein Schuss hochprozentiger Alkohol zur Konservierung (z.B.: Cognac).
Die 1-2 Globuli aus dem Briefchen  in die Flasche geben und warten bis sie sich aufgelöst haben. Danach 10x schlagen
Einnahme:
Vor jeder Einnahme 3 x schlagen, dann 1 kleinen Löffel der Lösung aus der Flasche entnehmen, in den Mund nehmen, dort kurz belassen und dann schlucken.

Andere Potenzen (Globuli) direkt im Mund zergehen lassen oder sie in einem Glas Wasser auflösen und dieses dann langsam trinken.

Einnahme

Bitte immer nur nach Anweisung  in ruhiger Atmosphäre, oft günstig abends. Das Mittel nicht kurz vor oder nach dem Zähneputzen bzw. Essen
einnehmen (ca. 20 min. Abstand lassen).

Wirkdauer:
Die unterschiedlichen Potenzen wirken unterschiedlich lange. Die Häufigkeit der Mittelgabe schwankt zwischen mehrmals täglich bis hin zu einer einzigen Gabe. Sie sollten daher ihr Medikament in der ihnen empfohlenen Weise nehmen und nicht ohne Rückfrage häufiger.
      
Störungen:
Homöopathische Medikamente können durch verschiedene Stoffe in ihrer Wirkung gestört werden. Häufig durch Kaffee, andere Medikamente, ätherische Öle, auch Pfefferminz, besonders in Zahnpasta häufig enthalten.
Sie sollten daher ihren Kaffee-Konsum so weit wie möglich einschränken und eine für Homöopathie geeignete Zahnpasta nehmen z.B. von Lavera oder Elmex).

Reaktionen:
Auf die Gabe von homöopathischen Medikamente können sehr unterschiedliche Reaktionen von kaum wahrnehmbar bis heftig auftreten und sogar eine sogenannte „Erstverschlimmerung“. Diese ist nicht gefährlich und drückt eine Heilungsreaktion aus. Auch können alte, früher bestandene Erkrankungen kurzfristig wieder auftreten. Sie gehen sozusagen ihre Krankengeschichte wieder zurück. Diese alten Beschwerden dürfen dann nur homöopathisch behandelt werden.

Tagebuch:
Bitte führen sie nach der Mittelgabe ein kleines Tagebuch. Man vergisst schnell, was alles so passiert ist und ihre Reaktion auf das Mittel ist sehr wichtig für alle weiteren Verschreibungen.
Wenn sie bei einer Reaktion unsicher sind, ist es immer gut möglich, die homöopathischen Medikamente zu pausieren, sie wirken noch lange nach. 


Körperliche Aktivität
Ist sehr wichtig und wissenschaftlich erwiesen hilfreich. Sie sollte an ihre Situation angepasst sein. Sie dürfen (fast) immer so viel tun, wie sie sich zutrauen und wünschen und sollten sich nicht durch unnötige  Verbote („schon dich“) sich hindern lassen. Ruhe ist aber auch genauso wichtig. Die Chinesische Medizin lehrt uns auch hier, dass ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe am besten ist.
Selbst bei Patienten unter Hochdosis-Chemotherapie fanden sich positive Effekte bei 10 Minuten Standfahrrad oder Gymnastik. Wenn Ihnen möglich sollten Sie aber mindestens 30 Minuten pro Tag Sport betreiben, bzw. körperlich intensiv aktiv sein, bei Darmkrebs 1 Stunde strammes Gehen pro Tag und bei Prostata-Krebs 3-5 Stunden intensives Ausdauertraining pro Woche.
Zu schaffen ist das, wenn Sie weniger Auto fahren, öfter Treppen gehen. Haben sie aber immer Spaß daran, gehen Sie in Gruppen.

Patienten mit CFS oder Fibromyalgie müsssen mehr noch als alle anderen aufpassen, dass sie sich nicht überfordern, sondern zwar immer etwas tun, aber auch nciht übertreiben und auch Ruhephasen achten. 


Patientenkompetenz:
Fähigkeit des Patienten

sich den Herausforderungen der Erkrankung zu stellen
sich auf die eigenen und fremden Ressourcen zur Krankheitsbewältigung zu besinnen
diese Ressourcen auch zu nutzen
dabei auch persönliche Bedürfnisse zu berücksichtigen
eigene Zielvorstellungen zu verfolgen
und Autonomie zu wahren.


Ich halte es für außerordentlich wichtig, dass Sie trotz der vielen Einschränkungen durch Ihre Erkrankung, die sie evtl. erfahren, trotz vieler Therapien, die sie durchführen sollen ja oft müssen, ihr Lebens selbst bestimmen.
Ich beziehe Sie deshalb immer als gleichberechtigten Partner in alle Entscheidungen mit ein, bei denen ich Sie berate und mit Ihnen gemeinsam die Entscheidungen fälle, wobei Sie immer das letzte Wort haben und ich dies akzeptiere, auch wenn uns das manchmal aus medizinischer Sicht fallen sollte.
Meiner Erfahrung nach besteht in jeder Erkrankung auch eine Chance, den Blick auf das Wesentliche im Leben zu schärfen und manch eine(r) empfindet im Rückblick seine Erkrankung als ein Geschenk.
In einem besonderen Gespräch können wir auf ihren Wunsch hin ihre Lebenssituation unter diesen Aspekten analysieren und gemeinsam besprechen, wie sie ihr Leben bzw. die jeweilige Situation in der sie stehen, besser in den Griff kriegen zu können.
Oft ergibt sich daraus ein Ansatz für ein psychotherapeutisches Gespräch oder anderen Therapien wie z.B. Kunsttherapie oder Achtsamkeitsmeditation, zu denen ich Ihnen gerne hoch qualifizierte Therapeuten vermittele.

 


Sanierung von Zähnen und Kiefer

Sanierung amalgamgefüllter Zähne

Achtung !
Keine Zahnsanierung bei schwangeren oder stillenden Frauen
Keine Gabe von DMPS oder Koriander bei bestehenden Amalgamfüllungen
Bei Allergien gegen Amalgam: Hier kann es allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock kommen. Alle Materialien, die verwendet werden, sollten zunächst mit LTT ausgetestet werden. Es sollte mind. für ein Jahr bzw. allgemein keine metallhaltige Versorgung eingebracht werden.

Sämtliche Amalgamfüllungen sollten entfernt werden, auch solche, die unter Gold- oder Keramikkronen versteckt oder im Zahnwurzelkanal liegen (ggf. vorher Röntgenaufnahme (OPG oder besser DVT).
„Leichte Vergiftung – langsame Sanierung, schwere Vergiftung – schnelle Sanierung“ . Quadrantenweise alle 2-4 Tage Entfernung der Amalgamfüllungen oder alle 8 Wochen

Schutzmaßnahmen:
2 Wochen vor Sanierung tägliche Einnahme von 2-20 g Chlorella. Einnahme: Zügiges schlucken mit viel Flüssigkeit
Gesunde Ernährung, ggf. Nahrungsergänzungsmittel zum Auffüllen der Mineralien- und Vitalstoffdepots

Am Behandlungstag Einnahme von 25 Tbl. Chlorella über den Tag verteilt, ggf. noch mal die gleiche Dosis unmittelbar vor dem Ausbohren.             In schweren Fällen ggf. zusätzlich i.v. Gabe von DMPS 20 Minuten vor Behandlungsbeginn. Ggf. Einnahme von Heilerde
Unmittelbar nach der Entfernung des Amalgams  Natriumthiosulfat 10% etwa 10 Minuten im Mund belassen und sie dabei um die Zähne herum bewegen. Anschließendes Ausspucken und mehrmalige Mundspülung mit Wasser.  Anschließend wird 25 Presslinge Chlorella geschluckt . Anschließend kann der Zahnarzt die Provisorien legen.

Abends vor dem Schlafengehen sollte nochmals Chlorella (z.B.  25 Presslinge nach Verträglichkeit) geschluckt werden.

Schutzmaßnahmen durch den Zahnarzt:
Verwendung von langsam drehenden Bohrern
Abdeckung der Mundhöhle mit Cofferdam
Verstärkung der Absaugung
kein Ausbohren der Amalgamfüllungen, sondern Teilen und Herausmeißeln des Rests
Atemschutz für den Patienten, bestenfalls Frischluftzufuhr über einen Schlauch, Alternative: Atemmaske (ausschließliche Nasenatmung)
Verwendung von Clean-up
Bei Autoimmunerkrankung: Evtl. vorherige Gabe von Cortison, da Quecksilber-Exposition zu einem neuen Schub führen kann.

Ausführlichere Informationen: J. Mutter: Amalgam – Risiko für die Menschheit. Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2002; Fit fürs Leben Verlag in der NaturaViva Verlags GmbH